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Gedichte - Emily Elizabeth Dickinson


Bei einem flieh´nden Licht...

Bei einem flieh´nden
Licht wird schärfer das Gesicht als
bei dem Docht, der bleibt. Des Lichtes
Flieh´n verspricht uns weite, klare
Sicht- geschmückt gezeigt.

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Herbst

Die Früh` gedämpfter
als zuvor, die Nüsse brauner
schon; der Beere Wange runder, die
Rose ist geflohn. Der Ahorn trägt
den buntern Schal, die Flur ein rot
Gewand.

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Die Hoffnung ist das Federding...

Die Hoffnung ist das
Federding, das in der Seel´ sich
birgt und Weisen ohne Worte singt und
niemals müde wird. und süßten
klingt es in den Bö´n- und schlimm
der

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Dies ist mein Brief an diese Welt

Dies ist mein Brief an
diese Welt, die niemals noch mir
schrieb,- vom Neuen, das Natur
erzählt mit würdevoller Lieb. Die
Botschaft hab ich abgesandt, an Hände
auße

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Im letzten Abendlicht

Im letzten
Abendlicht wird deutlicher die
Sicht als im beständ`gen
Schein. Bewirkt sein Schwinden
nicht, dass klarer alles
spricht, geschmückt und
rein? Über

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Kann ich auch nur ein Herz am Brechen hindern

Kann ich auch nur ein
Herz am Brechen hindern, so leb` ich
nicht vergebens; und kann ich eines
Wesens Schmerzen lindern und Nöte
seines Lebens, und kann ein mattes
Vöglein ich

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Mein Leben schloß vor Schluß zweimal

Mein Leben schloß vor
Schluß zweimal; Ich werd´erst einmal
sehn Ob eine Ewigkeit mir zeigt Ein
drittes Schlußgeschehn, So groß, wo
schwierig zu verstehn Wie die,

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Mein Leben stand - ein Schießgewehr -

Mein Leben stand - ein
Schießgewehr - In Ecken - bis zum
Ort Einmal der Meister kam - erkannt
- Und trug Mich mit Ihm fort - Nun
streifen Wir in Unserm Wald - Die
Hin

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Nebst dem Herbst, den der Dichter preist...

Nebst dem Herbst, den der
Dichter preist, Gibt`s Tage ohne
Kunst: Ein paar noch vor des Winters
Schnee Ein paar nach Sommers
Dunst. Noch ein paar scharfe
Morgen Nach e

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Schönheit ist ohn‘ Grund

Schönheit ist ohn`
Grund, - sie ist; jagst du ihr nach,
enteilt sie, jagst du sie nicht,
verweilt sie: der Halme Wogen
einzuhol`n, wenn Wind durch Wiesen
streicht? Ei

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Sturmnacht!

Sturmnacht! -
Sturmnacht! Wär ich bei
Dir, Sturmnächte wären Unser
Pläsier! Harmlos die Stürme Dem
Herzen im Port - Wirf Deinen
Kompaß Und Karten f

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Tief hängt der Himmel

Tief hängt der Himmel,
Wolken drohn; die Schneeflock auf der
Reis´ denkt nach, ob einen Weg sie
von der Spur zur Scheune weiß. Der
Wind, verzwängt, verflucht sein
Teil,

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Warum ist mir die Himmelstür versperrt?

Warum ist mir die
Himmelstür versperrt? Sang ich denn zu
laut? Wohl kann ich`s etwas
leiser, wie ein Vogel, zag. Würden
es die Engel wagen einmal
mehr, nur&nb

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