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Ruderfahrt

- Gedicht von Rudolf G. Binding

Ruderfahrt

Warum, Geliebte, durft ich dich heute nicht küssen!
Bin doch deinen Lippen so nahe gewesen
da ich vom gleitenden Sitze die Ruder führte.
Aber ins Wasser, ins gleitende Wasser grub ich
all meine Kräfte.

Nahte ich tausendmal dem lockenden Munde,
weiteintauchend die Schaufeln mit offenen Armen,
unerbittlich trugen die schwingenden Ruder,
trug die eigene Kraft mich wieder von hinnen.
Lachende Wirbel tanzten hinter dem Boot.

Leiser werden sie lachen, müder sich drehen –
Warte meiner. Am Abend werd ich dich küssen
wenn sie ruhen, die schweifenden Ruder, im Kahn.

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