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Gedichte - Cäsar Flaischlen


Bleistiftskizzen

1. Rügen Tief und still in grauem
Regen liegen Wald und liegen Wiesen
... tief und still mit müden,
schweren Wellen schleppt das Meer zum
Strand ...
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Alles längst nun, längst vorüber

Alles längst nun, längst
vorüber! Fünfmal schon ward`s Winter
drüber! immer andres drängte her! Neue
Jahre, neue Ziele! Selten spiel ich jene
Spiele und noch seltener sing ic
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Serenade

Als ob ein Toter im Grabe müd und
wund nach Leben riefe, sucht mein Lied
sich zu dir mit klagendem Mund aus
dunkler Tiefe. Laß lauschen dein Ohr,
deine Seele dem Klang mei
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Der Klügere

Da bist auch du ja wieder, alter Mond
... und lachst wie damals, da du uns im
Boot ertapptest, draußen auf den
stillen Wassern, und da wir uns ins
Abendrot verirrt hätten ... wenn du
nicht plötzl
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Frühling

Das kannst du nicht zwingen: daß die
Knospen springen, eh´die Sonne ihnen
ihren Mai gebracht! Aber da, was hinter
dir liegt, dich nicht schreckt mehr und
unterkriegt: was Winter
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Jenseits der Straße

Es ist nur Schein und ist nur
Phrase, drauf dünkelstolz der Alltag
stelzt, das Beste liegt jenseits der
Straße, da sich der große Haufe
wälzt: Jung und mit Leichtsinn nur zu
f
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9. [Februarschnee]

Februarschnee tut nicht mehr weh, denn
der März ist in der Näh! aber im
März hüte das Herz, daß es zu früh
nicht knospen will! warte, warte und sei
still!
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Ganz still zuweilen...

Ganz still zuweilen wie ein Traum klingt
in dir auf ein fernes Lied... Du weißt
nicht, wie es plötzlich kam, du weißt
nicht, was es von dir will... und wie
ein Traum ganz leis und sti
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Ich muß an das Meer denken...

Ich muß an das Meer denken, wenn ich
deine Augen sehe ... an das Meer ...
Sonntag morgens! Durchsichtig bis zum
Sandgrund wiegt es sich zum Strand, mit
glasklarhellen Wellen, und wie leises
Glocke
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Ich seh die Welt, du siehst die Welt

Ich seh die Welt, du siehst die Welt, du
nennst es Prosa, ich Gedicht, was mir
gefällt, gefällt dir nicht, und aus
dem nämlichen Gesicht errätst du
Freude und ich Trauer,
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Spätsommerstimmung

In regungslosem Brüten schleiern Meer
und Himmel, eintönig grau, wie
blindgewordene Spiegel, und re- gungslos
dazwischen steht das Land. Eine
Menge Licht ist in der Luft; ein Licht
jedo
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Laub am Boden

Laub am Boden, Laub am Boden, Gelb und
rot und braun, Dorn und Hagebutt am
Strauche, Leere Nester im
Zaun! Sommerende -
Spätoktober... Glauben muß ich`s nun
doch: Da
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Sommermittag

Liebe? Nein! es war nicht Liebe! es war
ein kurzer Sinnen- taumel nur, der dir
das Blut aufstürmte ... Wie heißer
Juliwind mit durstigem Kusse die
Wellen aufreißt in den stille
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Mach, was du willst

Mach, was du willst, mach`s wie du
willst, nur sorg, daß es in deinem
Sinn als Ganzes, Volles dir gelingt, und
daß nichts Fremdes dazwischen
klingt! Man nenn`s dann gut, man nenn es
sc
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Man hätt es nicht dürfen

Man hätt es nicht dürfen, man hätt es
nicht sollen, und man hat es dennoch
gewollt ... Und es war so schön, wie`s
nie gewesen, hätt man es dürfen, hätt
ma
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Man schreit und lärmt und ereifert sich...

Man schreit und lärmt und ereifert
sich, man findet es dumm und
lächerlich und gegen allen Anstand und
Brauch, man ruft die Polizei zu
Hilfe, und diese kommt und verbietet es
auch
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Hab Sonne im Herzen...

Melodie: Der Mai ist gekommen Hab
Sonne im Herzen, ob`s stürmt oder
schneit, ob der Himmel voll Wolken, die
Erde voll Streit! Hab Sonne im
Herzen, dann komme,
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Mitunter freilich kommen Stunden

Mitunter freilich kommen Stunden: und
was du nie bewußt empfunden, gleich
einem grauen Regen regnet`s dir ins
Herz, und wie ein scheuer Bettler
bleibst du stehn, verstohlen durch die
He
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Schlaf’, müde Seele

Schlaf’, müde Seele, daß nichts dich
mehr quäle! schlaf und vergiß deines
Tagewerks Last! schlaf und vergiß, wie
viel du auch heute an Lieb und Freude
verloren hast,
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Februar

Schon leuchtet die Sonne wieder am
Himmel und schmilzt die Schneelast von
den Dächern und taut das Eis auf an den
Fenstern und lacht ins Zimmer: wie
geht`s? wie steht`s? Und wenn
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Der Scheinwerfer

Sei auf der Hut, bei Nacht ... wenn du
im Dunkeln tappst, am Brückensteg, und
arglos deinen Arm legst um die Liebste
und sie mit heißem Kusse an dich ziehst
... sei auf der Hut: di
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So drängt und treibt sich alles vorüber

So drängt und treibt sich alles
vorüber ... unmerklich kommt es und
verblinkt, Welle auf Welle hebt sich und
sinkt, was trüb, wird hell, was hell
war, trüber. Du selber trittst dir a
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Das Meer

So hab ich das Meer gern: weit offen,
wie ein Spiegel, und zum Horizont in
hängende Wolken sich verrinnend ... die
Sonne hinter feinen leisen Schleiern und
Luft und See in blaßblau-lichtem Schein

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So ward es März

So ward es März, und so kam Ostern
... der Schnee verkroch, das Eis
zerschmolz, und allerwärts schon leises
Knospen an Busch und Baum in Hag und
Holz! So
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Still!

Tiefstiller dunkler Schlaf sinkt über
meinen Tag, daß ich nichts hoffen
mehr, nichts fürchten mag! Das ganze
Leben ... ich entsinne mich kaum, war es
froh, war es t
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Treib’s, wie du willst

Treib’s, wie du willst, es ist nicht
recht! sei klug, sei dumm, sei brav, sei
schlecht! Ein jedes Ding hat jeden
Zweck! Wer immer fragt, kommt nie vom
Fleck!
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Totensonntag

Trostlos traurig grau in
grau: Himmel, Dächer, Straßen, Menschen
... trostlos traurig grau in grau
... wie mit hungergieriger Lippe saugt
ein ungeheures Schweigen
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April

Und wenn du jetzt aufwachst morgens
... ganz leis und fein spielt um die
Dächer der Sonnenschein, und du bist
nicht mehr müde, wie sonst, und
verzagt: was soll nun wieder
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Im Sand

Und wieder lieg ich nackt im Sande
... die Sonne glüht mir durch die Adern
und ich freue mich der stillen Kraft,
die mir die Glieder dehnt ... und sehe
den Quallen zu, die von den Welle
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Ende

Verträumt und müde wie ein
Schmetterling im September taumelt der
Sommer das Gelände entlang.
Altweiberfäden wirren sich um seine
zerrissenen Flügel und die Blumen, die
noch blühen, haben keinen Ho
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Kopf hoch!

Weil dir ein goldener Traum
zerronnen, was hast du drum für herbe
Qual?! es ist doch nicht das erste
Mal, daß dich enttäuscht, was du
begonnen! Den Kopf hoch! auf! wozu
verzage
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Wirst du ein Engel sein...

Wirst du ein Engel sein, der mich
begleitet? mein Unstern oder, der
mich irreleitet? Mein Glück? mein
Unglück? o! mein Fluch? mein Segen? ein
dunkles Müssen tre
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Einem Freunde

»Lege das Ohr an die Erde und höre!
... und du wirst Hufgestampf hören, in
weiter Ferne nur, aber näher und näher
kommend!« Es liegt etwas in der Luft,
mein Freund,
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