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Gedichte - Gerrit Engelke


Zu viele Menschen, zu viele Straßen

... denke so - daß du
mit vielen Leuten Durch die Straßen
gehst - Vor diesem Laden da stehst
- Unter vielen, fremden Leuten - Daß
du im Alltagseinerlei In
Menschenrudeln

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Zu viele Menschen, zu viele Straßen

... denke so – daß du
mit vielen Leuten Durch die Straßen
gehst – Vor diesem Laden da stehst
– Unter vielen, fremden Leuten
– Daß du im Alltagseinerlei In
M

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Sonne

Allmächtig prächtig
Glutgestirn, Überwältigend
emporwirbelnd, aufdonnernd vor Licht
über Wolkenfirn In flutblau
schäumende Himmelshallen, Die aus
unendlichem ewig herniederfallen:

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Ein herbstlich Lied für zweie

Auch diesem Stieglitz da
im Blätterfall Tickt wunderbar in
seinem Federball Ein
schüchtern-schluchzend Herz, ein
kleines, Ein Herz wie meins und
deines. Der Vogel singt, weil ih

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Katzen

Bleib noch länger
goldnes Dämmern - Wie wird der Tag
schon matt und blauer - Verstummt ist
Lärm und Werkstatthämmern. Die Nacht
liegt auf der Lauer - Der Schlüssel
schließt

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Katzen

Bleib noch länger
goldnes Dämmern – Wie wird der Tag
schon matt und blauer – Verstummt ist
Lärm und Werkstatthämmern. Die Nacht
liegt auf der Lauer – Der
Schlüssel

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Die Lokomotive

Da liegt das zwanzig
Meter lange Tier, die
Dampfmaschine, auf blank
geschliff’ner Schiene, voll heißer
Wut und sprungbereiter Gier... Da
lauert, liegt das langgestreckte
Eisenbies

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Lokomotive

Da liegt das
zwanzigmeterlange Tier, Die
Dampfmaschine, Auf blankgeschliffener
Schiene Voll heißer Wut und
sprungbereiter Gier – Da lauert,
liegt das langgestreckte Eisen-Biest

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Die Lokomotive

Da liegt das
zwanzigmeterlange Tier,Die
Dampfmaschine,Auf blankgeschliffner
Schiene,Voll heißer Wut und
sprungbereiter Gier -Da lauert, liegt
das langgestreckte Eisen-Biest -

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Der alte Mann

Das Haus wuchs hoch Im
Stadtgewog. Hinauf – hinaus der
Mieter zog – Geht alles seinen
Gang. Die Nacht vergeht, Der Lärm
ersteht. Der Herbstwind nach dem
So

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Der alte Mann

Das Haus wuchs hoch Im
Stadtgewog. Hinauf - hinaus der Mieter
zog - Geht alles seinen Gang. Die Nacht
vergeht, Der Lärm ersteht. Der
Herbstwind nach dem Sommer weht -

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Das Weltrad

Das Weltrad saust, Ich
sause mit! Es schüttert, schleudert,
rast, braust Pfeifendschrill – Ich
schleudere, rase, brause mit Weil ich
will! weil ich will! Ich

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Das Weltrad

Das Weltrad saust, Ich
sause mit! Es schüttert, schleudert,
rast, braust Pfeifendschrill – Ich
schleudere, rase, brause mit Weil ich
will! weil ich will! Ich geh t

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Nachtgedanken

Die Straße ist nun fast
schon tot – Vorüber klappt, tappt
ein Schritt – Das Echo hastet hallend
mit. Der träge Mond sieht
dunstigrot Auf grünes
Gaslicht-Flimmern – N

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Appassionato

Du hast durch Deinen
Kuß Mein stromvoll Blut geweckt Und
mein Gesicht warm aufgehoben aus dem
Tag, Daß mich nun uferlose große
nacht umspült, Herwehend Glanz und
Taumel. E

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Apassionata

Du hast durch Deinen
Kuß Mein stromvoll Blut geweckt Und
mein Gesicht warm aufgehoben aus dem
Tag, Daß mich nun uferlose große
Nacht umspült, Herwehend Glanz und
Taumel. E

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Apassionata

Du hast durch Deinen
Kuß Mein stromvoll Blut geweckt Und
mein Gesicht warm aufgehoben aus dem
Tag, Daß mich nun uferlose große Nacht
umspült, Herwehend Glanz und
Taumel. Einwie

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Der Mann spricht

Du Weib bist Schale nur
und Spiegel Der Taten, die mein Hirn
erzeugt, Denn nur durch meines Kopfes
Tiegel Das All nach Immer-Formung
keucht. Ich bin der Mann, ich bin der
Wille,

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Der Mann spricht

Du Weib bist Schale nur
und Spiegel Der Taten, die mein Hirn
erzeugt, Denn nur durch meines Kopfes
Tiegel Das All nach Immer-Formung
keucht. Ich bin der Mann, ich bin der
Wille, Un

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Die Fabrik

Düster, breit, kahl und
eckig Liegt im armen Vorort die
Fabrik. Zuckend schwillt, schrill und
brutal Aus den Toren
Maschinen-Musik. Schlot und Rohr und
Schlot und Schlot,

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Die Fabrik

Düster, breit, kahl und
eckig Liegt im armen Vorort die
Fabrik. Zuckend schwillt, schrill und
brutal Aus den Toren
Maschinen-Musik. Schlot und Rohr und
Schlot und Schlot, H

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Der ewige Herzklang

Einsam im Zimmer klopft
ein Herz Immerzu. In einem Gartenbaum
schwillt ein Herz Immerzu. In allen
Häusern schlagen
Herzen Immerzu. Durch tausend Straßen
wandern Herze

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Der ewige Herzklang

Einsam im Zimmer klopft
ein Herz Immerzu. In einem Gartenbaum
schwillt ein Herz Immerzu. In allen
Häusern schlagen Herzen Immerzu. Durch
tausend Straßen wandern Herzen

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Der Töneschichter

Er saß im Urgebraus am
Chaosmeer Zur Nacht, zur Nacht, Sein
Auge war von allen Dingen schwer: Voll
Zeugungsnacht – Da warf er seinen
Becher in die Flut, Die Flut war
schwar

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Der Töneschichter

Er saß im Urgebraus am
Chaosmeer Zur Nacht, zur Nacht, Sein
Auge war von allen Dingen schwer: Voll
Zeugungsnacht – Da warf er seinen
Becher in die Flut, Die Flut war schwarz
und

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Beethoven

Es traf mein Ohr ein
Machtposaunenton, Ich sprang zu dem,
was meine Sinne hörten: Es war, als
wenn wo Saurushirsche röhrten, Es war
so seltsamgroßer Grollerton – Da
stand Er! st

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Beethoven

Es traf mein Ohr ein
Machtposaunenton, Ich sprang zu dem, was
meine Sinne hörten: Es war, als wenn wo
Saurushirsche röhrten, Es war so
seltsamgroßer Grollerton – Da stand
Er! stand

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Alles zu Allem

Es wächst und wächst
das Eisen-Netz Der parallelen
Schienen, Nach der Entwicklung
Muß-Gesetz Kommt über Brücken,
Minen, Zug um Zug in Dampf! Es
pflügen Dampfer m

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Alles zu Allem

Es wächst und wächst
das Eisen-Netz Der parallelen
Schienen, Nach der Entwicklung
Muß-Gesetz Kommt über Brücken,
Minen, Zug um Zug in Dampf! Es pflügen
Dampfer mehr un

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Dorfabend

Fenster schließen,
glimmern stille, Häuslein rücken Dach
an Dach Himmel stehen feiernd
stille, Mond wird Silberfrucht und
wach. Müder Leib schläft in der
Stille, Herz sch

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Dorfabend

Fenster schließen,
glimmern stille, Häuslein rücken Dach
an Dach Himmel stehen feiernd
stille, Mond wird Silberfrucht und
wach. Müder Leib schläft in der
Stille, Herz schlägt

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Die Frauen gehen an Don Juan vorüber

Geh! Weib! Deinen
Leib, Dein Wort, Was du denkst: Kenne
ich längst! Geh! fort! Du mit dem
Glutblick, Du Schwarze erschrick: Ich
spei dich an!

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Die Frauen gehen an Don Juan vorüber

Geh! Weib! Deinen
Leib, Dein Wort, Was du denkst: Kenne
ich längst! Geh! fort! Du mit dem
Glutblick, Du Schwarze erschrick: Ich
spei dich an! Ich la

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Der rasende Psalm

Gott! Zeus! – Christ!
Pan! Gott! Baal! – Zeus!
Pan! Inder-Somar!
Wolken-Donar! Großer Lama!
Schöpfer-Brahma! Aller Götterhirne
Schädelhaus! Alles Götteratems
Luftgebr

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Der rasende Psalm

Gott! Zeus! – Christ!
Pan! Gott! Baal! – Zeus!
Pan! Inder-Somar! Wolken-Donar! Großer
Lama! Schöpfer-Brahma! Aller
Götterhirne Schädelhaus! Alles
Götteratems Luftgebraus!

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Der Zwerg

Hang an Hang, und Hang an
Feld und Felder, Strauch an Baum, und
Wald an Wälder, Tal an Berg und Tal an
Berg: Erden-Weite-Breite
rundherüberall: Und der Mensch, der
Zwerg:

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Der Zwerg

Hang an Hang, und Hang an
Feld und Felder, Strauch an Baum, und
Wald an Wälder, Tal an Berg und Tal an
Berg: Erden-Weite-Breite
rundherüberall: Und der Mensch, der
Zwerg:

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Weltfrühling

Hell und ziellos strömt
mein Geist in die Weiten: Freude grünt
überall! Wo ist der Wald, den ich
nicht kenne, Wo der Fluß, der mich
trenne, Wo Tag oder Nachtzeiten, Die
mi

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An die Soldaten des großen Krieges

Herauf! aus Gräben,
Lehmhöhlen, Betonkellern,
Steinbrüchen! Heraus aus Schlamm und
Glut, Kalkstaub und
Aasgerüchen! Herbei! Kameraden! Denn
von Front zu Front, von Feld zu
Feld Komme euch

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Nachtsegen

Herrlich ist die Nacht
erblüht, Von jedem Blinkstern
sprüht Ein Himmelstropfen – Die
dunkelschwere Schweigestadt Schläft
friedlich, tagessatt, Unter
Himmelstropfe

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O‘ Tehura

Hier sitz ich in dem
engen
windetreppenhohen Steinstadt-Zimmer. Ich
möchte raus aus diesem
rohen Straßenleben, diesem
Grünzeugmarkt-Gewimmer – Fort von
diesen Tanten, diesem Sch

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In Flut und Licht

Hinaus aufs Meer! die
glatten Wellen funkeln. Froh durch des
Gartens saftige Bukette, Darin im Licht
die Rosen röter dunkeln. Es knirscht
der Ufersand am
Landungsbrette: Hur

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In Flut und Licht

Hinaus aufs Meer! die
glatten Wellen funkeln. Froh durch des
Gartens saftige Bukette, Darin im Licht
die Rosen röter dunkeln. Es knirscht
der Ufersand am Landungsbrette: Hurra,
m

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Neuer Stolz des Weltmenschen

Hundert Straßen,
angefüllt mit
Menschenrotten: Arbeitsmänner,
Polizist,
Kokotten, Reinigungsmaschinen, die den
Asphalt scheuern, Straßenbahnen,
Güterwagenflotten, Die lärmend
d

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Schlummermelodie

Hängt ein Stern in der
Nacht, Irgendwo – Irrt ein Herz
durch die Nacht – Irgendwo
– Saust Wind im Wald, Irgendwo
– Eulen-Schuhu hallt Irgendwo

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Nach schwerem Traum

Ich bin Soldat und steh
im Feld Und weiß von niemand in der
Welt. Drum kann ich diesen Regentag
nicht feiern, So kummerzärtlich,
feucht und bleiern, Da mir dein Bild
zur Nacht den

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Ich bin nur ein Tropfen

Ich kam aus den Meeren,
ich kam aus der Sonne, ich kam aus dem
Wind, Die alle mir Urväter und Mütter
sind; Aus fallenden Zeiten, aus ewiger
Nacht ein lallendes Werde, Ein
schillernder Tropfe

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Ich möchte hundert Arme breiten

Ich möchte in dir
hochwellen, Grüner Baum! Ich möchte
treibfroh in deinen
Markzellen Aufschwellen Bis in den
Wipfeltraum Lichtoben – Ich möchte
in die Lichtweite

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Ich will heraus aus dieser Stadt

Ich weiß, daß Berge auf
mich warten, Draußen – weit – Und
Wald und Winterfeld und
Wiesengarten Voll Gotteinsamkeit
– Weiß, daß für mich ein Wind
durch Wälder dri

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Ich will heraus aus dieser Stadt

Ich weiß, daß Berge auf
mich warten, Draußen – weit – Und
Wald und Winterfeld und
Wiesengarten Voll Gotteinsamkeit
– Weiß, daß für mich ein Wind
durch Wälder dringt,

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Alles in Dir

In Dir, o Mensch, ist
alles: In Dir ist der Schlaf und das
Wache: In Dir ist die Zeit. Und ohne
Dich ist keine Zeit. In Dir ist die
Zeit Und die Fülle der Zeit: Der
qu

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Alles in Dir

In Dir, o Mensch, ist
alles:In Dir ist der Schlaf und das
Wache:In Dir ist die Zeit.Und ohne Dich
ist keine Zeit.In Dir ist die ZeitUnd
die Fülle der Zeit:Der qualmende
Damp

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An die Soldaten des großen Krieges

In Memoriam August
Deppe Herauf! aus Gräben, Lehmhöhlen,
Betonkellern, Steinbrüchen! Heraus aus
Schlamm und Glut, Kalkstaub und
Aasgerüchen! Herbei! Kameraden! Denn
von Front zu Front,

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Mittags unterm Baume liegend

Kastanie du – Gnädig
entzückt, Tragend flimmernde Hitze und
Sonne, Fächelst du
lächelnd Breitschweifende
Zweige, Grünblättergehände mir
zu; Festlich die traubi

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Romanze in allen Regenbogenfarben

Komm auf mein Schiff!
Heut bin ich der Baas, der Herr meines
Tages! Menschlich und warm wie
aufgestanden vom Tisch des Gelages –
– Unter deinen weißglacéenen
Schühchen, wundervoll, S

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Allheimat

Könnt ich mich lösen
vom starren Gebein, Von erdegeborener
Schwere: Könnt ich in Lüften eine
Wolke sein, – Ein Funkeln im
Sternenheere – Könnt ich
zerbrechen den dr

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Allheimat

Könnt ich mich lösen
vom starren Gebein, Von erdegeborener
Schwere: Könnt ich in Lüften eine
Wolke sein, – Ein Funkeln im
Sternenheere – Könnt ich zerbrechen
den drücken

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Buch des Krieges

Mein Freund du,
gebrochenes Auge nun, Gebrochener Blick
wie der des erschossenen Hasen Oder
verächtlichen, kalten Verräters
– Zwölf Jahre gemeinsam sprang uns
der Zeitwind entgegen,

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Buch des Krieges

Mein Freund du,
gebrochenes Auge nun,Gebrochener Blick
wie der des erschossenen HasenOder
verächtlichen, kalten Verräters
-Zwölf Jahre gemeinsam sprang uns der
Zeitwind entgegen,Schwe

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Mensch zu Mensch

Menschen, Menschen alle,
streckt die Hände Ueber Meere, Wälder
in die Welt zur Einigkeit! Daß sich
Herz zu Herzen sende: Neue
Zeit! Starke Rührung soll aus euren
Aufentha

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An den Tod

Mich aber schone,
Tod, Mir dampft noch Jugend
blutstromrot, – Noch hab ich nicht
mein Werk erfüllt, Noch ist die
Zukunft dunstverhüllt – Drum schone
mich, Tod. W

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An den Tod

Mich aber schone, Tod,Mir
dampft noch Jugend blutstromrot -Noch
hab ich nicht mein Werk erfüllt,Noch
ist die Zukunft dunstverhüllt -Drum
schone mich, Tod!Wenn später
einst

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Schöpfung

Nicht Raum, nicht Zeit,
nur Nacht und Nacht. Nur Nacht, von
Nacht noch überdacht. Ein trächtig
Sausen wogend schwoll – Da!
plötzlichgroß ein donnernd »Ich«!
erscholl –

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Frage

Nun Du! Du neuer Blick
und Atem gegenüber, – Dir zwing ich
meine Lippen, weil ich muß Und
sage: Sieh mich an! Gesicht laß ruhen
in Gesicht, Es geht nicht anders
me

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Frage

Nun Du! Du neuer Blick
und Atem gegenüber, – Dir zwing ich
meine Lippen, weil ich muß Und
sage: Sieh mich an! Gesicht laß ruhen
in Gesicht, Es geht nicht anders
mehr.

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Euridyke

Orpheus! Orpheus!
zerstrahle die Schatten, Brich
leuchtend zu mir! Orpheus! mein Herz
will ermatten – Mein Herz schreit
nach dir! Orpheus! Geliebter!
Strahlender! di

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Euridyke

Orpheus! Orpheus!
zerstrahle die Schatten, Brich leuchtend
zu mir! Orpheus! mein Herz will ermatten
- Mein Herz schreit nach
dir! Orpheus! Geliebter! Strahlender!
die Nacht,

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Du Paradies

O` Paradies, daß ich
dich liegen wüßte An jenem Berge,
jener Küste – Wo die Aufgang-Sonne
bluterglüht, Wo das Nachtgewölbe
Sterne sprüht – O` daß ich`s
wüßte –

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Du Paradies

O` Paradies, daß ich
dich liegen wüßte An jenem Berge,
jener Küste – Wo die Aufgang-Sonne
bluterglüht, Wo das Nachtgewölbe
Sterne sprüht – O` daß ich`s wüßte

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Blut - Strom

Pochend, pochend, fort
und fort Treibt die
Lebensgas-Maschine. Pochend, pochend,
fort und fort. Treibt im Kreis die
Herz-Turbine: Durch das
Lungen-Schwammgekräuse, Durch des

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Blut - Strom

Pochend, pochend, fort
und fort Treibt die
Lebensgas-Maschine. Pochend, pochend,
fort und fort. Treibt im Kreis die
Herz-Turbine: Durch das
Lungen-Schwammgekräuse, Durch des
Hirne

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Saaten säen

Saaten säen, Halme
quellen, Ernten mähen Scheuern
schwellen Überall. Wälder
färben Wandern, fallen – Mütter
sterben, Kinder lallen

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Der Wanderer im Schnee

Steh auf, steh auf! Ich
bin die ganze Nacht im Schnee gegangen
– Die müden Häuser lauschen mit im
Bangen, Nur die blinden Straßenlichter
wachen – Steh auf, und laß uns
Hochze

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Der Wanderer im Schnee

Steh auf, steh auf! Ich
bin die ganze Nacht im Schnee gegangen
– Die müden Häuser lauschen mit im
Bangen, Nur die blinden Straßenlichter
wachen – Steh auf, und laß uns
Hochzeit m

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Seele!

Straßenbahnschienen
klirren, Hundert Sensen
umschwirren, Fabriken umrauchen
dich, Im Ohre gellt dir: –
Messerstich, Geschäft, Diebstahl,
Geld, Brand – Wände stürzen
ü

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Der Briefbeutel

Träge schwimmt die
Straße in den Abend. Radfahrer
klingeln, Ein Droschkengaul prustet
trabend, Straßenlang übergießen,
umzingeln Lichter die
Abendgänger. Die Straße tö

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Der Briefbeutel

Träge schwimmt die
Straße in den Abend. Radfahrer
klingeln, Ein Droschkengaul prustet
trabend, Straßenlang übergießen,
umzingeln Lichter die Abendgänger. Die
Straße tönt we

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Ich weiß: ich bin ein Leben

Ueber Wiesen, die am
Stadtrand liegen, Geh ich mit erfreuten
Sinnen hin, Drosseln schnärren –
Wolken fliegen – Im Sausewind
rauschen, biegen Sich die Hecken –
grüne Gräser wogen

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Herbst

Um die Großstadt sinkt
die Welt in Schlaf. Felder gilben,
Wälder ächzen überall. Wie Blätter
fallen draußen alle Tage, Vom Zeitwind
weggeweht. Ob Ebene und Wald in
welk

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Herbst

Um die Großstadt sinkt
die Welt in Schlaf. Felder gilben,
Wälder ächzen überall. Wie Blätter
fallen draußen alle Tage, Vom Zeitwind
weggeweht. Ob Ebene und Wald in welkes
St

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Tagtaumel

Und grüne Sommerwälder
sausen her – Und Menschheit wimmelt
froh in Wegen – Wolken baden tief im
Blau – Alles, alles mir
entgegen! Sonnevoll, strombeklommen
– Ach Ich

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Verlorenheit

Und jeder Nacht, die dem
Vergangnen eingeborgen, Folgt ein
Morgen. Neue Tage breiten sich auf
allen Wegen Plötzlich dir
entgegen: Brausen hell, umstürzen
dich. Vorbei. Verdu

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Am Meerufer

Und Welle kommt und Welle
flieht, Und der Wind stürzt sein
Lied, Schaumwasser spielt an deine
Schuhe Knie nieder, Wandrer,
ruhe. Es wälzt das Meer zur Sonne
hin, Und

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Am Meerufer

Und Welle kommt und Welle
flieht, Und der Wind stürzt sein
Lied, Schaumwasser spielt an deine
Schuhe Knie nieder, Wandrer, ruhe. Es
wälzt das Meer zur Sonne hin, Und
aller

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Weltgeist

Unter Tag und
Tagen, Tief, tief im Erdefleisch, wo
kein Sonnlicht gleißt, Tief in
eingebohrten Schächten, vorgetriebenen
Stollen, Wo die Lämpchen wandern,
Glocken schrillen, Hacken schla

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O göttliche Benommenheit

Verstreute Menschen
gehen Im feuchten
Regenwehen, Vorstadtgärten
rauschen, Wolken sinken,
bauschen Sich. Ein Karren rollt am
Zaune hin – Ich kann nicht anders:
ich muß seh

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Horch: deine Seele

Vom Vater- und
Muttergeist geformt und beschworen, Aus
Nachtmeer und Schweigen, aus
Wolkenfall-Schicht, Aus dem Schoße des
ewigen Kreisens geboren: Fiel ich
aufschluchzend stirnlings ins L

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Horch: deine Seele

Vom Vater- und
Muttergeist geformt und beschworen, Aus
Nachtmeer und Schweigen, aus
Wolkenfall-Schicht, Aus dem Schoße des
ewigen Kreisens geboren: Fiel ich
aufschluchzend stirnlings ins
Lich

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Wirbal (mit dem Blutspeer)

Von Bläue und
Wolkenschatten durchdunkelt, Von
flirrenden Sternen
durchfunkelt, Schwelt sausend und
sacht Die Weltraum-Nacht – Da
kommt über Wolkenwogen Ein
flimme

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An die Mutter in Seattle

Weit übers Meer her
schlägt mir, Mutter, Dein Herz entgegen
– Wie müssen alle Weiten sich
bewegen Vor deinen Herzenswellen. Dir
strömt, immer kindlich und gut, Mein
Bl

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Gott braust

Weißt du was die
Mittags-Straße schüttert, lebt, Wenn
chaotisch tausend Lebenstakte
schlagen Aus den Menschen, Häusern,
Pferden,
Wagen? Gottesrhythmus! Weißt du was
des

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Gott braust

Weißt du was die
Mittags-Straße schüttert, lebt, Wenn
chaotisch tausend Lebenstakte
schlagen Aus den Menschen, Häusern,
Pferden, Wagen? Gottesrhythmus! Weißt
du was des Nacht

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Auf der Straßenbahn

Wie der Wagen durch die
Kurve biegt, Wie die blanke
Schienenstrecke vor ihm liegt: Walzt er
stärker, schneller. Die Motore
unterm Boden rattern, Von den
Leitungsdrähten kna

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Auf der Straßenbahn

Wie der Wagen durch die
Kurve biegt, Wie die blanke
Schienenstrecke vor ihm liegt: Walzt er
stärker, schneller. Die Motore unterm
Boden rattern, Von den Leitungsdrähten
knattern

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Dreizehn Jahre alt

Wie du im Abendqualm So
einfältig an mir
vorübergehst, Tauchst du in meinen
Gleichmutblick den deinen – Den
deinen Der in dem mageren Gesicht wie
eine Frage, Wie feuchter

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Dreizehn Jahre alt

Wie du im Abendqualm So
einfältig an mir vorübergehst, Tauchst
du in meinen Gleichmutblick den deinen
– Den deinen Der in dem mageren
Gesicht wie eine Frage, Wie feuchter
graue

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Brand

Wie lange soll dies
Wüten dauern? Wie lange halten dieses
Leibes Mauern? Soll nicht der Zweifel
mit irrer Hand In dieses Haus, von Glut
durchschwült, Von Drang
durchwühlt,

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Brand

Wie lange soll dies
Wüten dauern? Wie lange halten dieses
Leibes Mauern? Soll nicht der Zweifel
mit irrer Hand In dieses Haus, von Glut
durchschwült, Von Drang
durchwühlt,

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Lied der Kohlenhäuer

Wir wracken, wir
hacken, Mit hangendem Nacken, Im
wachsenden Schacht Bei Tage, bei Nacht
– Wir fallen und fallen auf
schwankender Schale Ins
lampendurchwanderte Erde

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Lied der Kohlenhäuer

Wir wracken, wir
hacken, Mit hangendem Nacken, Im
wachsenden Schacht Bei Tage, bei Nacht
– Wir fallen und fallen auf
schwankender Schale Ins
lampendurchwanderte Erde-Gedä

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Stadt

Zehntausend starre
Blöcke sind im Tal errichtet, Aus:
Stein auf Stein um Holz- und Eisenroste
hochgeschichtet; Und Block an Block zu
einem Berg gedrückt, Von Dampfrohr,
Turm und Bahn noch

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Die Ahnen des Hauses

Ziegelstein an
Ziegelstein mit Kalk und Schweiß
geklebt – Rote, weißgefugte Mauer
über Mauern strebt – Winden
knirschen – Hände heben, fassen
– Axtschall – roher Dachstuhl
Ric

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Die Ahnen des Hauses

Ziegelstein an
Ziegelstein mit Kalk und Schweiß
geklebt – Rote, weißgefugte Mauer
über Mauern strebt – Winden knirschen
– Hände heben, fassen – Axtschall
– roher Dachstuhl Richtf

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Der Tod im Schacht

Zweihundert Männer sind
in den Schacht gefahren. Mütter
drängen sich oben in Scharen. Rauch
steigt aus dem Schacht. Die
Kohlenwälder nachtunten
glühen, Urwilde Sonnenfeu

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Der Tod im Schacht

Zweihundert Männer sind
in den Schacht gefahren. Mütter
drängen sich oben in Scharen.
Rauch steigt aus dem Schacht. Die
Kohlenwälder nachtunten
glühen, urwilde Sonnenfe

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