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Gedichte - Gerrit Engelke

Zu viele Menschen, zu viele Straßen

... denke so - daß du mit vielen Leuten
Durch die Straßen gehst -
Vor diesem Laden da stehst -
Unter vielen, fremden Leuten -

Daß du im Alltagseinerlei
... weiterlesen


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Zu viele Menschen, zu viele Straßen

... denke so – daß du mit vielen Leuten
Durch die Straßen gehst –
Vor diesem Laden da stehst –
Unter vielen, fremden Leuten –

Daß du im ... weiterlesen


Sonne

Allmächtig prächtig Glutgestirn,
Überwältigend emporwirbelnd, aufdonnernd vor Licht über Wolkenfirn
In flutblau schäumende Himmelshallen,
Die aus unendlichem ewig ... weiterlesen


Ein herbstlich Lied für zweie

Auch diesem Stieglitz da im Blätterfall
Tickt wunderbar in seinem Federball
Ein schüchtern-schluchzend Herz, ein kleines,
Ein Herz wie meins und deines.

Der Vogel ... weiterlesen


Katzen

Bleib noch länger goldnes Dämmern -
Wie wird der Tag schon matt und blauer -
Verstummt ist Lärm und Werkstatthämmern.
Die Nacht liegt auf der Lauer -

Der Schlüssel ... weiterlesen


Katzen

Bleib noch länger goldnes Dämmern –
Wie wird der Tag schon matt und blauer –
Verstummt ist Lärm und Werkstatthämmern.
Die Nacht liegt auf der Lauer –

Der ... weiterlesen


Die Lokomotive

Da liegt das zwanzig Meter lange Tier,
die Dampfmaschine,
auf blank geschliff’ner Schiene,
voll heißer Wut und sprungbereiter Gier...
Da lauert, liegt das ... weiterlesen


Lokomotive

Da liegt das zwanzigmeterlange Tier,
Die Dampfmaschine,
Auf blankgeschliffener Schiene
Voll heißer Wut und sprungbereiter Gier –
Da lauert, liegt das langgestreckte ... weiterlesen


Die Lokomotive

Da liegt das zwanzigmeterlange Tier,
Die Dampfmaschine,
Auf blankgeschliffner Schiene,
Voll heißer Wut und sprungbereiter Gier -
Da lauert, liegt das langgestreckte Eisen-Biest ... weiterlesen


Der alte Mann

Das Haus wuchs hoch
Im Stadtgewog.
Hinauf – hinaus der Mieter zog –
Geht alles seinen Gang.

Die Nacht vergeht,
Der Lärm ersteht.
Der Herbstwind ... weiterlesen


Der alte Mann

Das Haus wuchs hoch
Im Stadtgewog.
Hinauf - hinaus der Mieter zog -
Geht alles seinen Gang.

Die Nacht vergeht,
Der Lärm ersteht.
Der Herbstwind nach dem ... weiterlesen


Das Weltrad

Das Weltrad saust,
Ich sause mit!
Es schüttert, schleudert, rast, braust
Pfeifendschrill –
Ich schleudere, rase, brause mit
Weil ich will! weil ich will!
... weiterlesen


Das Weltrad

Das Weltrad saust,
Ich sause mit!
Es schüttert, schleudert, rast, braust
Pfeifendschrill –
Ich schleudere, rase, brause mit
Weil ich will! weil ich will!

... weiterlesen


Nachtgedanken

Die Straße ist nun fast schon tot –
Vorüber klappt, tappt ein Schritt –
Das Echo hastet hallend mit.
Der träge Mond sieht dunstigrot
Auf grünes Gaslicht-Flimmern ... weiterlesen


Appassionato

Du hast durch Deinen Kuß
Mein stromvoll Blut geweckt
Und mein Gesicht warm aufgehoben aus dem Tag,
Daß mich nun uferlose große nacht umspült,
Herwehend Glanz und ... weiterlesen


Apassionata

Du hast durch Deinen Kuß
Mein stromvoll Blut geweckt
Und mein Gesicht warm aufgehoben aus dem Tag,
Daß mich nun uferlose große Nacht umspült,
Herwehend Glanz und ... weiterlesen


Apassionata

Du hast durch Deinen Kuß
Mein stromvoll Blut geweckt
Und mein Gesicht warm aufgehoben aus dem Tag,
Daß mich nun uferlose große Nacht umspült,
Herwehend Glanz und ... weiterlesen


Der Mann spricht

Du Weib bist Schale nur und Spiegel
Der Taten, die mein Hirn erzeugt,
Denn nur durch meines Kopfes Tiegel
Das All nach Immer-Formung keucht.
Ich bin der Mann, ich bin der ... weiterlesen


Der Mann spricht

Du Weib bist Schale nur und Spiegel
Der Taten, die mein Hirn erzeugt,
Denn nur durch meines Kopfes Tiegel
Das All nach Immer-Formung keucht.
Ich bin der Mann, ich bin der ... weiterlesen


Die Fabrik

Düster, breit, kahl und eckig
Liegt im armen Vorort die Fabrik.
Zuckend schwillt, schrill und brutal
Aus den Toren Maschinen-Musik.

Schlot und Rohr und Schlot und ... weiterlesen


Die Fabrik

Düster, breit, kahl und eckig
Liegt im armen Vorort die Fabrik.
Zuckend schwillt, schrill und brutal
Aus den Toren Maschinen-Musik.

Schlot und Rohr und Schlot und ... weiterlesen


Der ewige Herzklang

Einsam im Zimmer klopft ein Herz
Immerzu.
In einem Gartenbaum schwillt ein Herz
Immerzu.
In allen Häusern schlagen Herzen
Immerzu.
Durch tausend Straßen ... weiterlesen


Der ewige Herzklang

Einsam im Zimmer klopft ein Herz
Immerzu.
In einem Gartenbaum schwillt ein Herz
Immerzu.
In allen Häusern schlagen Herzen
Immerzu.
Durch tausend Straßen wandern ... weiterlesen


Der Töneschichter

Er saß im Urgebraus am Chaosmeer
Zur Nacht, zur Nacht,
Sein Auge war von allen Dingen schwer:
Voll Zeugungsnacht –
Da warf er seinen Becher in die Flut,
Die Flut ... weiterlesen


Der Töneschichter

Er saß im Urgebraus am Chaosmeer
Zur Nacht, zur Nacht,
Sein Auge war von allen Dingen schwer:
Voll Zeugungsnacht –
Da warf er seinen Becher in die Flut,
Die Flut war ... weiterlesen


Beethoven

Es traf mein Ohr ein Machtposaunenton,
Ich sprang zu dem, was meine Sinne hörten:
Es war, als wenn wo Saurushirsche röhrten,
Es war so seltsamgroßer Grollerton –
... weiterlesen


Beethoven

Es traf mein Ohr ein Machtposaunenton,
Ich sprang zu dem, was meine Sinne hörten:
Es war, als wenn wo Saurushirsche röhrten,
Es war so seltsamgroßer Grollerton –
Da stand ... weiterlesen


Alles zu Allem

Es wächst und wächst das Eisen-Netz
Der parallelen Schienen,
Nach der Entwicklung Muß-Gesetz
Kommt über Brücken, Minen,
Zug um Zug in Dampf!

... weiterlesen


Alles zu Allem

Es wächst und wächst das Eisen-Netz
Der parallelen Schienen,
Nach der Entwicklung Muß-Gesetz
Kommt über Brücken, Minen,
Zug um Zug in Dampf!

Es pflügen ... weiterlesen


Dorfabend

Fenster schließen, glimmern stille,
Häuslein rücken Dach an Dach
Himmel stehen feiernd stille,
Mond wird Silberfrucht und wach.
Müder Leib schläft in der Stille,
... weiterlesen


Dorfabend

Fenster schließen, glimmern stille,
Häuslein rücken Dach an Dach
Himmel stehen feiernd stille,
Mond wird Silberfrucht und wach.
Müder Leib schläft in der Stille,
... weiterlesen


Die Frauen gehen an Don Juan vorüber

Geh! Weib!
Deinen Leib,
Dein Wort,
Was du denkst:
Kenne ich längst!
Geh! fort!

Du mit dem Glutblick,
Du Schwarze erschrick:
Ich spei ... weiterlesen


Die Frauen gehen an Don Juan vorüber

Geh! Weib!
Deinen Leib,
Dein Wort,
Was du denkst:
Kenne ich längst!
Geh! fort!

Du mit dem Glutblick,
Du Schwarze erschrick:
Ich spei dich ... weiterlesen


Der rasende Psalm

Gott! Zeus! – Christ! Pan!
Gott! Baal! – Zeus! Pan!
Inder-Somar! Wolken-Donar!
Großer Lama! Schöpfer-Brahma!
Aller Götterhirne Schädelhaus!
Alles ... weiterlesen


Der rasende Psalm

Gott! Zeus! – Christ! Pan!
Gott! Baal! – Zeus! Pan!
Inder-Somar! Wolken-Donar!
Großer Lama! Schöpfer-Brahma!
Aller Götterhirne Schädelhaus!
Alles Götteratems ... weiterlesen


Der Zwerg

Hang an Hang, und Hang an Feld und Felder,
Strauch an Baum, und Wald an Wälder,
Tal an Berg und Tal an Berg:
Erden-Weite-Breite rundherüberall:

Und der Mensch, ... weiterlesen


Der Zwerg

Hang an Hang, und Hang an Feld und Felder,
Strauch an Baum, und Wald an Wälder,
Tal an Berg und Tal an Berg:
Erden-Weite-Breite rundherüberall:

Und der Mensch, der ... weiterlesen


Weltfrühling

Hell und ziellos strömt mein Geist in die Weiten:
Freude grünt überall!
Wo ist der Wald, den ich nicht kenne,
Wo der Fluß, der mich trenne,
Wo Tag oder Nachtzeiten,
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An die Soldaten des großen Krieges

Herauf! aus Gräben, Lehmhöhlen, Betonkellern, Steinbrüchen!
Heraus aus Schlamm und Glut, Kalkstaub und Aasgerüchen!
Herbei! Kameraden! Denn von Front zu Front, von Feld zu Feld
... weiterlesen


Nachtsegen

Herrlich ist die Nacht erblüht,
Von jedem Blinkstern sprüht
Ein Himmelstropfen –

Die dunkelschwere Schweigestadt
Schläft friedlich, tagessatt,
Unter ... weiterlesen


O‘ Tehura

Hier sitz ich in dem engen windetreppenhohen
Steinstadt-Zimmer.
Ich möchte raus aus diesem rohen
Straßenleben, diesem Grünzeugmarkt-Gewimmer –
Fort von diesen Tanten, ... weiterlesen


In Flut und Licht

Hinaus aufs Meer! die glatten Wellen funkeln.
Froh durch des Gartens saftige Bukette,
Darin im Licht die Rosen röter dunkeln.

Es knirscht der Ufersand am ... weiterlesen


In Flut und Licht

Hinaus aufs Meer! die glatten Wellen funkeln.
Froh durch des Gartens saftige Bukette,
Darin im Licht die Rosen röter dunkeln.

Es knirscht der Ufersand am Landungsbrette:
... weiterlesen


Neuer Stolz des Weltmenschen

Hundert Straßen, angefüllt mit Menschenrotten:
Arbeitsmänner, Polizist, Kokotten,
Reinigungsmaschinen, die den Asphalt scheuern,
Straßenbahnen, Güterwagenflotten,
Die ... weiterlesen


Schlummermelodie

Hängt ein Stern in der Nacht,
Irgendwo –
Irrt ein Herz durch die Nacht –
Irgendwo –

Saust Wind im Wald,
Irgendwo –
Eulen-Schuhu hallt
... weiterlesen


Nach schwerem Traum

Ich bin Soldat und steh im Feld
Und weiß von niemand in der Welt.
Drum kann ich diesen Regentag nicht feiern,
So kummerzärtlich, feucht und bleiern,
Da mir dein Bild zur ... weiterlesen


Ich bin nur ein Tropfen

Ich kam aus den Meeren, ich kam aus der Sonne, ich kam aus dem Wind,
Die alle mir Urväter und Mütter sind;
Aus fallenden Zeiten, aus ewiger Nacht ein lallendes Werde,
... weiterlesen


Ich möchte hundert Arme breiten

Ich möchte in dir hochwellen,
Grüner Baum!
Ich möchte treibfroh in deinen Markzellen
Aufschwellen
Bis in den Wipfeltraum
Lichtoben –

Ich möchte in die ... weiterlesen


Ich will heraus aus dieser Stadt

Ich weiß, daß Berge auf mich warten,
Draußen – weit –
Und Wald und Winterfeld und Wiesengarten
Voll Gotteinsamkeit –

Weiß, daß für mich ein Wind durch ... weiterlesen


Ich will heraus aus dieser Stadt

Ich weiß, daß Berge auf mich warten,
Draußen – weit –
Und Wald und Winterfeld und Wiesengarten
Voll Gotteinsamkeit –

Weiß, daß für mich ein Wind durch ... weiterlesen


Alles in Dir

In Dir, o Mensch, ist alles:
In Dir ist der Schlaf und das Wache:
In Dir ist die Zeit.
Und ohne Dich ist keine Zeit.
In Dir ist die Zeit
Und die Fülle der Zeit:
... weiterlesen


Alles in Dir

In Dir, o Mensch, ist alles:
In Dir ist der Schlaf und das Wache:
In Dir ist die Zeit.
Und ohne Dich ist keine Zeit.
In Dir ist die Zeit
Und die Fülle der Zeit:
... weiterlesen


An die Soldaten des großen Krieges

In Memoriam August Deppe
Herauf! aus Gräben, Lehmhöhlen, Betonkellern, Steinbrüchen!
Heraus aus Schlamm und Glut, Kalkstaub und Aasgerüchen!
Herbei! Kameraden! Denn von Front ... weiterlesen


Mittags unterm Baume liegend

Kastanie du –
Gnädig entzückt,
Tragend flimmernde Hitze und Sonne,
Fächelst du lächelnd
Breitschweifende Zweige,
Grünblättergehände mir zu;
Festlich ... weiterlesen


Romanze in allen Regenbogenfarben

Komm auf mein Schiff! Heut bin ich der Baas, der Herr meines Tages!
Menschlich und warm wie aufgestanden vom Tisch des Gelages – –
Unter deinen weißglacéenen Schühchen, ... weiterlesen


Allheimat

Könnt ich mich lösen vom starren Gebein,
Von erdegeborener Schwere:
Könnt ich in Lüften eine Wolke sein, –
Ein Funkeln im Sternenheere –

Könnt ich ... weiterlesen


Allheimat

Könnt ich mich lösen vom starren Gebein,
Von erdegeborener Schwere:
Könnt ich in Lüften eine Wolke sein, –
Ein Funkeln im Sternenheere –

Könnt ich zerbrechen ... weiterlesen


Buch des Krieges

Mein Freund du, gebrochenes Auge nun,
Gebrochener Blick wie der des erschossenen Hasen
Oder verächtlichen, kalten Verräters –
Zwölf Jahre gemeinsam sprang uns der Zeitwind ... weiterlesen


Buch des Krieges

Mein Freund du, gebrochenes Auge nun,
Gebrochener Blick wie der des erschossenen Hasen
Oder verächtlichen, kalten Verräters -
Zwölf Jahre gemeinsam sprang uns der Zeitwind ... weiterlesen


Mensch zu Mensch

Menschen, Menschen alle, streckt die Hände
Ueber Meere, Wälder in die Welt zur Einigkeit!
Daß sich Herz zu Herzen sende:
Neue Zeit!

Starke Rührung soll aus ... weiterlesen


An den Tod

Mich aber schone, Tod,
Mir dampft noch Jugend blutstromrot, –
Noch hab ich nicht mein Werk erfüllt,
Noch ist die Zukunft dunstverhüllt –
Drum schone mich, Tod.
... weiterlesen


An den Tod

Mich aber schone, Tod,
Mir dampft noch Jugend blutstromrot -
Noch hab ich nicht mein Werk erfüllt,
Noch ist die Zukunft dunstverhüllt -
Drum schone mich, Tod!

... weiterlesen


Schöpfung

Nicht Raum, nicht Zeit, nur Nacht und Nacht.
Nur Nacht, von Nacht noch überdacht.
Ein trächtig Sausen wogend schwoll –

Da! plötzlichgroß ein donnernd »Ich«! ... weiterlesen


Frage

Nun Du!
Du neuer Blick und Atem gegenüber, –
Dir zwing ich meine Lippen, weil ich muß
Und sage:
Sieh mich an!
Gesicht laß ruhen in Gesicht,
Es geht ... weiterlesen


Frage

Nun Du!
Du neuer Blick und Atem gegenüber, –
Dir zwing ich meine Lippen, weil ich muß
Und sage:
Sieh mich an!
Gesicht laß ruhen in Gesicht,
Es geht nicht ... weiterlesen


Euridyke

Orpheus! Orpheus! zerstrahle die Schatten,
Brich leuchtend zu mir!
Orpheus! mein Herz will ermatten –
Mein Herz schreit nach dir!
Orpheus!

Geliebter! ... weiterlesen


Euridyke

Orpheus! Orpheus! zerstrahle die Schatten,
Brich leuchtend zu mir!
Orpheus! mein Herz will ermatten -
Mein Herz schreit nach dir!
Orpheus!

Geliebter! Strahlender! ... weiterlesen


Du Paradies

O` Paradies, daß ich dich liegen wüßte
An jenem Berge, jener Küste –
Wo die Aufgang-Sonne bluterglüht,
Wo das Nachtgewölbe Sterne sprüht –
O` daß ich`s wüßte ... weiterlesen


Du Paradies

O` Paradies, daß ich dich liegen wüßte
An jenem Berge, jener Küste –
Wo die Aufgang-Sonne bluterglüht,
Wo das Nachtgewölbe Sterne sprüht –
O` daß ich`s wüßte ... weiterlesen


Blut - Strom

Pochend, pochend, fort und fort
Treibt die Lebensgas-Maschine.
Pochend, pochend, fort und fort.
Treibt im Kreis die Herz-Turbine:
Durch das Lungen-Schwammgekräuse,
... weiterlesen


Blut - Strom

Pochend, pochend, fort und fort
Treibt die Lebensgas-Maschine.
Pochend, pochend, fort und fort.
Treibt im Kreis die Herz-Turbine:
Durch das Lungen-Schwammgekräuse,
... weiterlesen


Saaten säen

Saaten säen,
Halme quellen,
Ernten mähen
Scheuern schwellen
Überall.

Wälder färben
Wandern, fallen –
Mütter sterben,
Kinder ... weiterlesen


Der Wanderer im Schnee

Steh auf, steh auf!
Ich bin die ganze Nacht im Schnee gegangen –
Die müden Häuser lauschen mit im Bangen,
Nur die blinden Straßenlichter wachen –
Steh auf, und laß ... weiterlesen


Der Wanderer im Schnee

Steh auf, steh auf!
Ich bin die ganze Nacht im Schnee gegangen –
Die müden Häuser lauschen mit im Bangen,
Nur die blinden Straßenlichter wachen –
Steh auf, und laß uns ... weiterlesen


Seele!

Straßenbahnschienen klirren,
Hundert Sensen umschwirren,
Fabriken umrauchen dich,
Im Ohre gellt dir: – Messerstich,
Geschäft, Diebstahl, Geld, Brand –
Wände ... weiterlesen


Der Briefbeutel

Träge schwimmt die Straße in den Abend.
Radfahrer klingeln,
Ein Droschkengaul prustet trabend,
Straßenlang übergießen, umzingeln
Lichter die Abendgänger.
Die ... weiterlesen


Der Briefbeutel

Träge schwimmt die Straße in den Abend.
Radfahrer klingeln,
Ein Droschkengaul prustet trabend,
Straßenlang übergießen, umzingeln
Lichter die Abendgänger.
... weiterlesen


Ich weiß: ich bin ein Leben

Ueber Wiesen, die am Stadtrand liegen,
Geh ich mit erfreuten Sinnen hin,
Drosseln schnärren – Wolken fliegen –
Im Sausewind rauschen, biegen
Sich die Hecken – grüne ... weiterlesen


Herbst

Um die Großstadt sinkt die Welt in Schlaf.
Felder gilben, Wälder ächzen überall.
Wie Blätter fallen draußen alle Tage,
Vom Zeitwind weggeweht.

Ob Ebene und ... weiterlesen


Herbst

Um die Großstadt sinkt die Welt in Schlaf.
Felder gilben, Wälder ächzen überall.
Wie Blätter fallen draußen alle Tage,
Vom Zeitwind weggeweht.

Ob Ebene und Wald ... weiterlesen


Tagtaumel

Und grüne Sommerwälder sausen her –
Und Menschheit wimmelt froh in Wegen –
Wolken baden tief im Blau –
Alles, alles mir entgegen!
Sonnevoll, strombeklommen –
... weiterlesen


Verlorenheit

Und jeder Nacht, die dem Vergangnen eingeborgen,
Folgt ein Morgen.
Neue Tage breiten sich auf allen Wegen
Plötzlich dir entgegen:
Brausen hell, umstürzen dich.
... weiterlesen


Am Meerufer

Und Welle kommt und Welle flieht,
Und der Wind stürzt sein Lied,
Schaumwasser spielt an deine Schuhe
Knie nieder, Wandrer, ruhe.

Es wälzt das Meer zur Sonne ... weiterlesen


Am Meerufer

Und Welle kommt und Welle flieht,
Und der Wind stürzt sein Lied,
Schaumwasser spielt an deine Schuhe
Knie nieder, Wandrer, ruhe.

Es wälzt das Meer zur Sonne hin,
... weiterlesen


Weltgeist

Unter Tag und Tagen,
Tief, tief im Erdefleisch, wo kein Sonnlicht gleißt,
Tief in eingebohrten Schächten, vorgetriebenen Stollen,
Wo die Lämpchen wandern, Glocken schrillen, ... weiterlesen


O göttliche Benommenheit

Verstreute Menschen gehen
Im feuchten Regenwehen,
Vorstadtgärten rauschen,
Wolken sinken, bauschen
Sich. Ein Karren rollt am Zaune hin –
Ich kann nicht anders: ... weiterlesen


Horch: deine Seele

Vom Vater- und Muttergeist geformt und beschworen,
Aus Nachtmeer und Schweigen, aus Wolkenfall-Schicht,
Aus dem Schoße des ewigen Kreisens geboren:
Fiel ich aufschluchzend ... weiterlesen


Horch: deine Seele

Vom Vater- und Muttergeist geformt und beschworen,
Aus Nachtmeer und Schweigen, aus Wolkenfall-Schicht,
Aus dem Schoße des ewigen Kreisens geboren:
Fiel ich aufschluchzend ... weiterlesen


Wirbal (mit dem Blutspeer)

Von Bläue und Wolkenschatten durchdunkelt,
Von flirrenden Sternen durchfunkelt,
Schwelt sausend und sacht
Die Weltraum-Nacht –

Da kommt über Wolkenwogen
... weiterlesen


An die Mutter in Seattle

Weit übers Meer her schlägt mir, Mutter,
Dein Herz entgegen –
Wie müssen alle Weiten sich bewegen
Vor deinen Herzenswellen.

Dir strömt, immer kindlich und gut,
... weiterlesen


Gott braust

Weißt du was die Mittags-Straße schüttert, lebt,
Wenn chaotisch tausend Lebenstakte schlagen
Aus den Menschen, Häusern, Pferden, Wagen?
Gottesrhythmus!

Weißt ... weiterlesen


Gott braust

Weißt du was die Mittags-Straße schüttert, lebt,
Wenn chaotisch tausend Lebenstakte schlagen
Aus den Menschen, Häusern, Pferden, Wagen?
Gottesrhythmus!

Weißt du ... weiterlesen


Auf der Straßenbahn

Wie der Wagen durch die Kurve biegt,
Wie die blanke Schienenstrecke vor ihm liegt:
Walzt er stärker, schneller.

Die Motore unterm Boden rattern,
Von den ... weiterlesen


Auf der Straßenbahn

Wie der Wagen durch die Kurve biegt,
Wie die blanke Schienenstrecke vor ihm liegt:
Walzt er stärker, schneller.

Die Motore unterm Boden rattern,
Von den ... weiterlesen


Dreizehn Jahre alt

Wie du im Abendqualm
So einfältig an mir vorübergehst,
Tauchst du in meinen Gleichmutblick den deinen –
Den deinen
Der in dem mageren Gesicht wie eine Frage,
... weiterlesen


Dreizehn Jahre alt

Wie du im Abendqualm
So einfältig an mir vorübergehst,
Tauchst du in meinen Gleichmutblick den deinen –
Den deinen
Der in dem mageren Gesicht wie eine Frage,
... weiterlesen


Brand

Wie lange soll dies Wüten dauern?
Wie lange halten dieses Leibes Mauern?

Soll nicht der Zweifel mit irrer Hand
In dieses Haus, von Glut durchschwült,
Von Drang ... weiterlesen


Brand

Wie lange soll dies Wüten dauern?
Wie lange halten dieses Leibes Mauern?

Soll nicht der Zweifel mit irrer Hand
In dieses Haus, von Glut durchschwült,
Von Drang ... weiterlesen


Lied der Kohlenhäuer

Wir wracken, wir hacken,
Mit hangendem Nacken,
Im wachsenden Schacht
Bei Tage, bei Nacht –

Wir fallen und fallen auf schwankender Schale
Ins ... weiterlesen


Lied der Kohlenhäuer

Wir wracken, wir hacken,
Mit hangendem Nacken,
Im wachsenden Schacht
Bei Tage, bei Nacht –

Wir fallen und fallen auf schwankender Schale
Ins lampendurchwanderte ... weiterlesen


Stadt

Zehntausend starre Blöcke sind im Tal errichtet,
Aus: Stein auf Stein um Holz- und Eisenroste hochgeschichtet;
Und Block an Block zu einem Berg gedrückt,
Von Dampfrohr, Turm ... weiterlesen


Die Ahnen des Hauses

Ziegelstein an Ziegelstein mit Kalk und Schweiß geklebt –
Rote, weißgefugte Mauer über Mauern strebt –
Winden knirschen – Hände heben, fassen –
Axtschall – roher ... weiterlesen


Die Ahnen des Hauses

Ziegelstein an Ziegelstein mit Kalk und Schweiß geklebt –
Rote, weißgefugte Mauer über Mauern strebt –
Winden knirschen – Hände heben, fassen –
Axtschall – roher ... weiterlesen


Der Tod im Schacht

Zweihundert Männer sind in den Schacht gefahren.
Mütter drängen sich oben in Scharen.
Rauch steigt aus dem Schacht.

Die Kohlenwälder nachtunten glühen,
... weiterlesen


Der Tod im Schacht

Zweihundert Männer sind in den Schacht gefahren.
Mütter drängen sich oben in Scharen.
Rauch steigt aus dem Schacht.

Die Kohlenwälder nachtunten glühen,
... weiterlesen



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Gedichte vom Autor Gerrit Engelke

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